bushUS-Präsident Bush reist zur Zeit durch Lateinamerika. Die Bevölkerung ist an den meisten Orten gar nicht erfreut über den Besuch, und drückt ihr Missfallen mit Demonstrationen aus.

In Guatemala ist eine Besichtigung von Iximche vorgesehen, den Ruinen der einstigen Hauptstadt eines Maya-Königreiches. Doch auch die Maya-Nachkommen finden nicht so recht Gefallen an dem hohen Besuch. Die geistlichen Führer der Maya-Gemeinschaft haben daraufhin beschlossen, die heilige Stätte nach Bushs Besuch von "bösen Geistern" zu reinigen, damit die Ahnen weiter in Frieden ruhen können. Zu den Riten, die bei der Geister-Vertreibung vollzogen werden sollen, gehören Gesänge und das Verbrennen von Weihrauch, Kräutern und Kerzen.

"Es ist ein Angriff auf das Volk der Maya und ihre Kultur, dass eine Person wie Bush über unsere heilige Erde gehen wird - mit der Verfolgung unser ausgewanderten Brüder in den USA, mit den Kriegen, die er provoziert hat", sagte Juan Tiney, der Direktor einer Maya-Nichtregierungsorganisation.